Die Dos und Don'ts beim Mittagessen mit dem Vorgesetzten

Mittagzeit gleich Freizeit? Naja, das kommt ganz darauf an, in wessen Gesellschaft man sich befindet. Denn wer mit befreundeten Kollegen in die Mittagspause zieht, kann einmal alle Fünfe gerade sein lassen, aber wenn der Vorgesetzte dabei ist, sollte man sich schon überlegen, wie man sich verhält – und vor allem: was man so alles in der Mittagspause bespricht.

Do: kleinere Vorfälle aus dem Geschäftsalltag besprechen

Ein Kunde, der etwas Wichtiges mitgeteilt hat, ein Zulieferer, der mit den Lieferzeiten in Verzug ist, ein wichtiges Gespräch, das erfolgreich verlaufen ist, all das kann ruhig einmal erwähnt werden. Vielleicht kann Ihr Vorgesetzter ja mit Tipps und Ratschlägen zur Seite stehen. Sprechen Sie allerdings in einem neutralen Ton über Kunden und Zulieferer, Sie wissen nie, welche Meinung Ihr Vorgesetzter über diese hat.

Do: gesunden Smalltalk führen

Nicht jeder beherrscht die Kunst des Smalltalks – dieser ist aber absolut nützlich, wenn man flüssige, unverfängliche Gespräche am Mittagstisch führen möchte. Dabei muss es natürlich nicht unbedingt um das Wetter gehen – es gibt viele neutrale Themen, die man problemlos bei einem Mittagsmenü besprechen kann. Fußball, Musik und aktuelle Geschehnisse können dabei gerne besprochen werden – allerdings sollte man dabei rote Tücher vermeiden, lassen Sie Themen wie Politik und Religion lieber außen vor, wenn Sie nicht genau wissen, dass Sie eine ähnliche Meinung wie Ihr Vorgesetzter vertreten.

Do: das Restaurant auswählen

Falls Sie regelmäßig mit Kollegen oder Ihrem Vorgesetzten Essen gehen, dürfen Sie ruhigen Gewissens einmal ein anderes Restaurant vorschlagen. Bei Mittagsmonster finden Sie günstige Mittagsmenüs ganz in Ihrer Nähe – schließlich will man ja die Zeit der Mittagspause nicht mit dem Fahrweg verbringen, oder?

Don’t: zu sehr aus dem Nähkästchen plaudern

Dass Sie gerade mit Ihrem oder Ihrer Partnerin Schluss gemacht haben und das Leben jetzt deshalb in vollen Zügen genießen, sollte kein Teil der Konversation zu Tisch sein. Auch sollte man seinen Kummer nicht zum Ausdruck bringen, schließlich könnte der Vorgesetzte der Meinung sein, dass man zur Zeit keine hundertprozentige Leistung bieten kann.

Don’t: über Kollegen herziehen

Reden Sie nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Mitarbeiter. Lästern und Tratschen ist in keinem Unternehmen beliebt, selbst wenn Ihr Vorgesetzter den Stein des Anstoßes legt und selbst damit beginnt. Zeigen Sie sich loyal und sagen Sie, dass Sie die betreffende Person nicht ausreichend kennen oder nichts Negatives über sie berichten können.

Don’t: schlecht über vorherige Arbeitgeber sprechen

Ähnliches gilt über vorherige Arbeitgeber. Falls Sie gefragt werden, warum Sie bei der Firma XY gekündigt haben, sollten Sie sich auf Fakten beschränken und nicht schlecht über damalige Chefs und Vorgesetzte sprechen. Das vermittelt den Anschein, dass Sie das Gleiche mit Ihrem aktuellen Unternehmen machen könnten, wenn es einmal nicht läuft.

Don’t: um eine Beförderung bitten

Eine Stunde Mittagspause dient der Erholung. Wollten Sie mit Problemen konfrontiert werden? Sicherlich nicht. Von daher sollten Sie die vertraute Atmosphäre bei einem gemeinsamen Mittagessen auch nicht dazu nutzen, um Gehaltserhöhungen oder um sonstige Verbesserungen Ihres Arbeitsvertrages zu bitten. Das führt wahrscheinlich dazu, dass Ihr Vorgesetzter nicht mehr mit Ihnen Essen gehen möchte. Nutzen Sie dazu lieber ein Gespräch unter vier Augen in seinem Büro.

Veröffentlicht am 10/12/2015 |  Permalink