Die Mittagspause – nutzen Sie sie zum Netzwerken!

Wer Gleitzeiten und besondere Arbeitszeiten hat, projektorientiert arbeitet und viel Stress hat, neigt eventuell dazu, die Mittagspause vor dem PC brütend zu verbringen und an einem von zu Hause mitgebrachtem Butterbrot zu nagen.

Dabei ist es durchaus ratsam, eine echte Pause einzulegen, physische Distanz zum Arbeitsplatz (und natürlich zur Arbeit) zu gewinnen und den Morgen Revue passieren zu lassen. Und wenn Sie beim Mittagessen auch noch Kollegen aus Ihrem Unternehmen oder sogar aus anderen Unternehmen kennenlernen können, ist diese Pause die perfekte Gelegenheit zum Netzwerken. Wer braucht schon noch Xing oder Linkedin, wenn er das Netzwerk gleich vor der eigenen Bürotür erweitern kann?

Wer kommt mit?

Vor allem in großen Unternehmen ist es nicht immer einfach, Anschluss zu finden, wenn man neu ist. Wenn der Bürokollege nicht gerade so freundlich ist, eine offizielle Einladung auszusprechen, wird man wahrscheinlich alleine zur Kantine oder in die Stadt stampfen, um ein Mittagsmenü einzunehmen.

Wenn man also eingeladen wird, mitzugehen, sollte man diese Einladung auch annehmen. Es muss sich ja nicht um jeden Tag drehen, aber ab und zu mit Kollegen außerhalb der Büroräume zu reden kann ganz neue Horizonte eröffnen.

Falls Sie nicht sofort eine „Mittagsgruppe“ finden, gehen Sie einfach in das Restaurant, das am häufigsten von Ihren Kollegen frequentiert wird – irgendwann bietet sich sicherlich die Gelegenheit, gemeinsam zu essen.

Wohin soll es gehen?

Falls Sie sich einer Gruppe anschließen, werden Sie wahrscheinlich in ein häufig besuchtes Restaurant gebracht. Überraschen Sie die Gruppe mit Ihren Kenntnissen über Mittagsmenüs vor Ort – auf Mittagsmonster können Sie nach Mittagsdeals in Ihrer näheren Büroumgebung suchen. Schlagen Sie vor, das Restaurant täglich ganz nach Küche und Menü zu ändern – so wird immer etwas für jeden Geschmack dabei sein.

Beim Essen nutzen Sie dann die Gelegenheit, mehr über Ihre Kollegen zu erfahren. Vielleicht ist die Frau aus der Verwaltung unten ja gar nicht so streng, wie sie immer aussieht. Und eventuell hat der Kollege vom Büro am Ende des Flurs ja ähnliche Hobbys wie Sie?

Verzichten Sie auf Alkohol

Auch wenn zum Mittagsmenü eine Flasche Wein serviert wird, sollten Sie sich vorher informieren, ob Ihr Arbeitgeber dies duldet. Üblicherweise sind ein Glas Wein oder Bier zum Essen erlaubt und ortsabhängig wird Alkohol auch in Kantinen ausgeschenkt. Aber Sie sollten sich des Effektes bewusst sein – Rotwein macht müde, Bier hinterlässt einen schlechten Geruch.

Ein bisschen frische Luft, ein bisschen Bewegung

Das Unternehmen liegt außerhalb und für das Mittagessen wird das Auto genommen? Wenn Sie ausreichend Zeit haben, nehmen Sie das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Denn wenn eine Pause für Ihr Gehirn wichtig ist, dann ist es die frische Luft noch viel mehr.

Nach dem Essen hilft ein kleiner Spaziergang dabei, das Essen sacken zu lassen und die Verdauung anzukurbeln. Das gilt übrigens auch, wenn Sie sich letztendlich für die Kantine und nicht für ein Menü außerhalb entscheiden. Oftmals muss man für ein Kantinenessen das Bürogebäude nicht verlassen oder kann diese über Brücken und Verbindungsflure erreichen. Nehmen Sie lieber einen Umweg und nutzen Sie Ihre Mittagszeit, um nach dem Essen Frischluft zu tanken und Ihren Körper mit dem nötigen Sauerstoff für den Nachmittag zu versorgen.

Veröffentlicht am 9/15/2015 |  Permalink